The Skies of Switzerland

Pädagogik

Die Gornergrat-Station bietet Jugendlichen, Schülern und Studierenden ein einmaliges Fenster in die Welt der astronomischen Forschung. Sie können Himmelskörper unter dem Aspekt wissenschaftlicher Fragestellungen entdecken. Um diese Fragen zu beantworten, erhalten sie Zugang zu eigens dazu entwickelten Methoden. Dies erlaubt ihnen, den wissenschaftlichen Ablauf an konkreten Beispielen zu verstehen, in einem Gebiet , welches auch die breite Öffentlichkeit schätzt.

Die Schulen haben über das pädagogische Webportal Zugang zu den Einrichtungen. Dieses Portal bietet verschiedene Programme:

  • Schlüsselfertige pädagogische Module für den Schulunterricht
  • Eine punktuelle Teilnahme an Langzeitstudien
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 Die freie Benutzung des Teleskops

Die Benutzung des Teleskops über einen Informatikzugang entspricht den Methoden der modernen professionellen Astronomie. Diese Konfiguration ermöglichtallen den Zugang zum Observatorium, da niemand tatsächlich vor Ort sein muss. So bietet das Stellarium Gornergrat ein pädagogisches Werkzeug, das sich deutlich von den üblichen Angeboten von Vereinen von Amateurastronomen unterscheidet.

„Schlüsselfertige“ pädagogische Module

Das Hauptprogramm des pädagogischen Webportals besteht aus einer Auswahl an „schlüsselfertigen“ pädagogischen Modulen. Diese sind in Zusammenarbeit mit Physiklehrern entwickelt worden und passen in die Lehrplänen des Physik- oder des Sensibilisierungsunterricht für Naturwissenschaften an Schulen.

Verschiedene Level von Beobachtungen werden angeboten. Sie sind der Alterskategorien und Verständnisebenen der Schülern angepasst, im Rahmen der Primar- und Sekundarstufe I bis zur postobligatorischen Ausbildung.

  • Kategorie A: Allgemeine Öffentlichkeit und Kinder von 8 bis 15 Jahren (Primar- und Sekundarstufe I). Die angebotenen Aktivitäten setzen keine Kenntnisse voraus und benötigen keinerlei Beherrschung der Mathematik.
  • Kategorie B: Sekundarstufe I. Auf dieser Stufe wird Physik eingeführt. Die angebotenen Aktivitäten sind dem Lehrplan besonders gut angepasst.
  • Kategorie C: Sekundarstufe I + II. Die angebotenen Aktivitäten basieren auf komplexeren Sachbeständen und mathematischen Werkzeugen. Sie sind dem Lehrplan optimal angepasst.
  • Kategorie D: „Offene“ Kategorie für motivierte Schüler (Sekundarstufe II, fakultative Astronomiekurse, Maturaarbeiten). Fortgeschrittenes Niveau mit passenden mathematischen Werkzeugen .

Jedes Modul ist ein in sich abgeschlossenes Beobachtungsprogramm mit Datenaufnahme und -analyse. Die Art der Datenaufnahme teilt sich in drei Kategorien auf:

  • Arbeiten, die auf direkten Beobachtungen basieren: Diese sind für die Schüler meistens interessanter, passen aber weniger in den Tagesablauf (ausser Beobachtungen der Sonne). Sie sind zudem besonders abhängig vom Wetter.
  • Arbeiten, die ausschliesslich archivierte Daten benutzen: Ersatzvariante bei schlechtem Wetter oder zum Studium eines selten auftretenden Phänomens.
  • Arbeiten, welche beide obenerwähnte Kriterien beinhalten: Mit dieser Variante kann ein Phänomen über mehrere Epochen untersucht werden.

Dabei stehen zwei Optionen für die Datenanalyse zur Verfügung:

  • Einsatz von Verfahren zur Reduzierung der Daten. Methoden werden vom Programm vorgeschlagen.
  • Die Schüler entwicklen selber Analysemethoden.

Welche Option gewählt wird, entscheiden der Lehrer, das Niveau der Schüler und das Ziel der Aufgabe.

Punktuelle Teilnahme an einer langfristigen Überwachung:

Gewisse astronomische Studien (insbesondere, jedoch auch andere Forschungsgebiete) benötigen eine lange Zeitspanne, zum Sammeln von Daten, damit brauchbare Resultate gewonnen werden können. Schulklassen können an solchen Programmen teilnehmen. Die punkutelle Beteiligung an einer Studie, die über mehrere Jahre hinweg dauert, erlaubt es Schüler Jahrgang für Jahrgang, in die Langzeitforschung mit einzubeziehen.

Je nach Wahl der Studie, können auch Daten analysiert werden, die schon früher gesammelt wurden. Dennoch soll ein solches Modul nicht alleine benutzt werden; es ist eine zusätzliche Option zu den vollständigen angebotenen Modulen.

Freie Benutzung des Teleskops:

Diese Möglichkeit ist im Moment Studierenden an den Universitäten im Rahmen des im Lehrplan vorgeschriebenen Astronomiepraktikums vorbehalten. Bei der freien Benutzung werden keine klar definierten Programme zur Verfügung gestellt. Dagegen wird ein freier Zugriff auf die Teleskope zu Forschungszwecken angeboten. Die gesammelten Ergebnisse werden ebenfalls in der Datenbank gespeichert. Die Methode der Analyse sowie der Zusammenstellung der Daten liegen in der Verantwortung der Studierenden sowie deren Lehrpersonen.